Informationsgesellschaft EU – Statistik

Abb.: eurostat

Die Europäische Union hat im Aktionsplan eEuropa 2002 das Ziel formuliert, Europa so rasch wie möglich ans Netz zu führen. Die Dienststellen der Kommission erstellen dazu unter anderem harmonisierte jährliche Statistiken über den Einsatz von IKT in Unternehmen und von Einzelpersonen. Die Statistik zeigt: Die größte Digitale Spaltung findet sich in Rumänien, Bulgarien und Griechenland. In Dänemark und Schweden sind die Menschen fast alle täglich online.

Die Rahmenverordnung über Gemeinschaftsstatistiken zur Informationsgesellschaft ist die VO (EG) Nr. 808/2004 vom 21. April 2004 sowie die VO Nr 1006/2009 zur Änderung der VO Nr 808/2004.

Die Statistiken sind in Module gegliedert, wobei zwei Bereiche genannt werden:

  • Unternehmen und die Informationsgesellschaft
  • Einzelpersonen, Haushalte und die Informationsgesellschaft

Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission die aggregierten Daten und Metadaten, wie sie in den Durchführungsverordnungen vorgesehen sind. Eurostat – Das statistische Amt der Europäischen Union – ist die Verwaltungseinheit der EU zur Erstellung amtlicher Europäischer Statistiken mit Sitz in Luxemburg.

In der Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 859/2013 vom 5. September 2013 sind die Daten zur Erstellung der Statistik für das Jahr 2014 definiert.

Modul 1: Unternehmen und Informationsgesellschaft

Themen und dazugehörige Variablen (Auswahl):

  • IKT-Systeme und Nutzung in Unternehmen
  • Zugang zu und Nutzung von Internet und anderen Netztechnologien zur Verbindung von Objekten und Geräten (Internet der Dinge)
  • Nutzung des Internet durch Unternehmen
  • Nutzung von Cloud-Diensten und Cloud-Computing
  • Nutzung elektronsicher Rechnungslegung
  • Nutzung von EDI-Nachrichten (elektronischer Datenaustausch)
  • Nutzung von RFID-Technologie
  • Bestellung und Zahlung von Wahrung über Internet

Modul 2: Einzelpersonen, Haushalte und die Informationsgesellschaft

Themen und dazugehörige Variablen (Auswahl):

  • Zugang zu IKT-Systemen und Nutzung durch Einzelpersonen
  • Internetzugang zu Hause
  • Durchschnittliche Häufigkeit der Computernutzung
  • Letzte Internetnutzung
  • Nutzung des Internet in den letzten drei Monaten zu Privatzwecken (Internetbanking, Datenaustauch, soziale Netzwerke)
  • Nutzung von Software und Diensten
  • Nutzung von Internet-Speicherplatz
  • Nutzung des Internet zur Warenbestellung
  • Computerkenntnisse
  • Gründe für fehlenden Internetzugang
  • Nutzung mobiler Geräte
Abb.: eurostat
Abb.: eurostat
Die letzte Pressemitteilung von eurostat zur Informationsgesellschaft stammt vom 18. Dezember 2013. Hier heißt es: „Mehr als 60% der Personen in EU28 nutzen täglich das Internet. Einkommensteuererklärung ist der meist genutzte E-Government Dienst.“

 

Statistik 2013

Die Statistiken zur Informationsgesellschaft von eurostat zeigen: Im Jahr 2013 hatten 79% der Haushalte in EU28 Zugang zum Internet und 76% verfügten über eine Breitbandinternetverbindung. Zur Kommunikation mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen (E-Government) nutzen 41% der Personen im Jahr 2013 das Internet und zwar aus folgenden Gründen:

  • Einkommensteuererklärung (44%)
  • Beantragung von persönlichen Dokumenten (20%)
  • Inanspruchnahme von Sozialleistungen (16%)
  • Einschreibung an Hochschulen oder Universitäten (9%).

Anteil der Haushalte mit Internetzugang:

Die höchsten Anteile verzeichneten:

  • Niederlande (95%)
  • Luxemburg (94%)
  • Dänemark und Schweden (93%)

Die niedrigsten Anteile verzeichneten:

  • Bulgarien (54%)
  • Griechenland (56%)
  • Rumänien (58%)

 

©UBIFACTS/2014